Schweden im Mai

Dienstag, 13.11.2012AllgemeinKeine Kommentare

Liebe Fischergemeinde,

wie versprochen möchte ich Euch über unsere Fischerreise nach Schweden berichten. Fischen auf Lachs an der Mörrum, auf Forellen in Harasjomala und Hornhechte im Meer. Geplant war eigentlich alles ganz anders, aber es kommt ja immer anders als man(n) denkt. Direktflug von Wien nach Kopenhagen und mit dem Mietwagenca. 2,5 Stunden nach Olofström, wo wir unsere Hütte gebucht haben (www.interchalet.com). Günstig und toll. Von der Basis aus waren es ca. 20 Kilometer an die Mörrum. Gelesen haben wir viel über die Mörrum – was wir erlebt haben, war was anderes. Kommerzfischerei vom Feinsten – genau, was wir nicht wollen, als eingefleischte Fliegenfischer. Aber gut. Karte gelöst und los gings. Am ersten Tag hatten wir einen wirklich tollen Guide – die lernen das in Schweden als Beruf. Fakt ist aber, dass nahezu keine Lachse oder Grilse da waren. Komisch und ungewöhnlich für diese Jahreszeit – dachten wir. Dann wurde uns von Homies (Einheimischen) aber mitgeteilt, dass die Fischerei an der Mörrum aufgrund der Kommerzfischerei an den Eingängen zum Meer Schuld daran ist und die Jahre immer mieser werden. Und natürlich ist die Mörrum massiv überfischt. Eingeteilt in Pools muss man sich im Gänsemarsch zum Fischen anstellen. In unserem Fall kein Thema, weil ohnehin nicht viele Fischer da waren. Nun ja – Casting ohne Ende – keine Fische, aber eine gute Übung. Egal, hauptsache am Wasser. Wir haben es dann noch einen zweiten Tag probiert – gleiches Ergebnis. Am nächsten Tag sind wir dann nach Harasjömala (15 km von der Basis) gefahren. Ein unfassbar großes Gebiet mit einer Vielzahl an Put-and-Take Seen und einem künstlich angelegten Fluss. Hier kann sowohl mit der Spinnrute, als auch mit der Fliege gefischt werden. Es gibt auch reine Fliegenfischer Seen. Boote kann man ausborgen. Zuchtfische pur. Na ja. Wenigstens hatten wir da ein paar tolle Drills und wirklich große Forellen – ein gutes Abendessen. Aber mit der klassischen Fliegenfischerei hat das nichts zu tun. Leicht verzweifelt haben wir uns dann am 4. Tag einen Guide genommen und sind ans Meer gefahren – das war lustig. Mit der Fliege auf Hornhechte. Viel gefangen und viel gelacht. Und es war sogar eine Meerforelle unter den Fängen. Fakt ist meine Lieben, es gibt manchmal auch Fischerreisen, die nicht wie geplant laufen. Egal wie viel Information man zusammenträgt. Ich kann nur sagen, das Schweden ein wunderschönes Land ist, die Leute freundlich und die Fischerei in dem Gebiet, wo wir waren absolut nicht aufregend ist. Aber mit Sicherheit werde ich nochmal da rauf und in anderen Flüssen fischen – Schweden ist mir noch einen Lachs schuldig. Im nächsten Blog möchte ich Euch Kanada vorstellen – Steelheads mit der Fliege – der Hammer!

Tight Lines und nie unser Motto vergessen:

EAT-DRINK-GO FISHING

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